DAS LAND
Etwa 40 Kilometer südwestlich von Danzig erreicht der die norddeutsche Tiefebene durchziehende Baltische Landrücken seinen höchsten Punkt in dem 331 Meter hohen Turmberg. Es ist der Mittelpunkt einer landschaftlichen äußerst reizvollen Gegend, in der sich steil ansteigende Berge, schnell dahinströmende Bäche, große klare Seen und weitausgedehnte Wälder zu anmutigen Landschaftsbildern zusammenschließen. Das ist die sogenannte Kaschubische Schweiz,der schönste und bekannteste Teil der Kaschubei.
Die Kaschubei umfaßt die östlichensten Teil der pommerischen Seenplatte. Nach westen fehlt eine scharfe Grenze, sowohl geographisch wie ethnographisch, nach Norden erstreckt sie sich bis zum Meer,nach Osten bis an die Danziger Niederung, nach Süden bilden die Wälder der Tuchler Heide ihren Abschluß. Die Mitte ist ein hochgelegenes Hügelland, das im Norden bis an das breite Tal der Rheda und Kielau reicht.Jenseits desselben erheben sich inselartig die sogenannten Kämpen, die Oxhöfter Kämpe zwischen den Unterläufen der Kielau und nördlich der lezteren,allmählich nach Westen zum Zarnowitzer See hin sich senkend, die zum größten Teil von Darsluber Forst bedeckte Putziger Kämpe , deren nördlichen Teil das Bielawabruch und die sumpfartige Plutnitzniederung als Schwarzauer Kämpe abtrennen.Diese setzt sich nach Südosten fort in der schmalen, 35 Kilometer weit ins Meer hineinragende Halbinsel Hela,die den Abschluß der Danziger Bucht bildet.Unmittelbar an diese reicht das kaschubische Höhenland nördlich der Kielau in der großartigen Steilküste von Adlershorst,dann tritt es etwas von der Küste zurück, erhebt sich nochmals in dem an seinem Rande aufragenden Karlsberg bei Oliva und im Hagels;und Bischofsberg bei Danzig zu ansenlicher Höhe,um in seinem südlichen Teil den Charakter einer sich allmählich senkenden Ebene anzunehmen. Nach Westen zu bleibt das Land vom Turmberg aus bis in den Bütower Kreis hinein hügelig, dann wird es ebener und senkt sich dem Meere zu.

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